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Mein Leben mit Cannabidiol Hier können Sie sich den Vortrag ansehen.

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

in diesem Vortrag werde ich Ihnen über Cannabidiol (CBD), seine Wirkung auf Spastik sowie über meine eigenen Erfahrungen mit CBD berichten.

Eines vorweg: Viele Menschen glauben immer noch, dass Cannabidiol dasselbe wie Marihuana ist und "high" macht. Deshalb möchte ich gleich zu Beginn dieses Vortrags klarstellen, dass CBD lediglich ein Bestandteil der Hanfpflanze ist – es hat keine berauschende Wirkung, vergleichbar mit dem Hopfen im Bier.

Früher habe ich zur Entspannung meiner Spastik auf Medikamente wie Baclofen oder Alkohol zurückgegriffen, wobei Alkohol ein Nervengift ist und bei regelmäßigem Konsum viele Nebenwirkungen mit sich bringt. Diese Mittel waren zwar wirksam, jedoch nicht ohne erhebliche Belastungen für meinen Körper.

CBD hingegen hat kaum Nebenwirkungen und wirkt sanfter auf den Körper. Meine Erfahrung mit Cannabidiol hat mir gezeigt, dass ich auch ohne starke Medikamente, nur mithilfe von CBD, entspannter und stressfreier leben kann.

Später im Vortrag werde ich auch auf die Nebenwirkungen genauer eingehen.

Mein Name ist Bernd Thill. Ich wurde im April 1977 in Temeschburg, Rumänien, geboren und bin seit meiner Geburt körperlich eingeschränkt. Ich leide an einer infantilen Zerebralparese (Tetra-Spastik) mit Ataxie und Athetose; zudem gehört eine Lautbildungsstörung (Dysarthrie) zu meinem Handicap. Aufgrund der Lautbildungsstörung kann ich diesen Vortrag nicht selbst halten. Deshalb habe ich den Text mithilfe eines Programms in gesprochene Sprache umgewandelt und dieses Video daraus erstellt. Den Vortrag habe ich eigenständig über mehrere Wochen am Computer verfasst, Sie hören also meine eigenen Gedanken.

Sollten während des Vortrags Fragen aufkommen, können Sie diese gerne am Ende stellen. Ich werde versuchen, diese mithilfe meiner Assistenzkraft zu beantworten.

Während meiner Geburt bekam ich zu wenig Sauerstoff, weil der Arzt mich zu spät zur Welt brachte. Dieser Sauerstoffmangel führte zu meiner körperlichen Behinderung: Ich kann nicht laufen und nicht richtig sprechen. Allerdings habe ich keine geistige Beeinträchtigung und bin daher voll geschäftsfähig. Mein Körper befindet sich in einem ständigen Zustand der Unruhe, da meine Muskeln kontinuierlich unkontrollierte Signale von meinem Gehirn erhalten. Seit September 2017 lebe ich, unterstützt von einer Assistenzkraft, in meiner eigenen Wohnung selbstbestimmt.

Über mein Leben mit Spastik könnte ich einen eigenen Vortrag halten, möchte aber jetzt nicht weiter darauf eingehen. Auf meinem YouTube-Kanal finden Sie detaillierte Informationen über mich und meine Behinderung.

Spastik ist eine Bewegungsstörung, die sich durch eine erhöhte Muskelspannung und unkontrollierte Muskelkontraktionen äußert. Menschen wie ich erleben steife, verkrampfte Muskeln, was zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führt. Diese Muskelverkrampfungen erschweren einfache Bewegungen wie Gehen, Greifen oder Stehen und sind oft auch schmerzhaft. Die Hauptursache für Spastik ist eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS), das aus Gehirn und Rückenmark besteht und die Muskelbewegungen steuert. Solche Schäden stören die normale Kommunikation zwischen Gehirn und Muskeln, was zu übermäßiger Muskelaktivität und Spastik führt.

Die Ursachen für solche Schäden im ZNS sind vielfältig. Eine häufige Ursache bei Kindern ist die Zerebralparese, die durch eine frühkindliche Schädigung des Gehirns während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den ersten Lebensjahren entsteht. Bei Erwachsenen ist Multiple Sklerose (MS) eine häufige Ursache. Diese Autoimmunerkrankung führt zu Entzündungen und Schädigungen der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark, was oft Spastik zur Folge hat. Auch Schlaganfälle, die Bereiche des Gehirns schädigen, die für die Bewegungssteuerung zuständig sind, können Spastik auslösen. Rückenmarksverletzungen, etwa durch Unfälle, beeinträchtigen ebenfalls die Signalübertragung zwischen Gehirn und Muskeln und führen so zu Spastik. Zudem können

neurologische Erkrankungen wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder Hirntumoren eine Rolle spielen.

Spastik entsteht, weil die Kontrolle über die Muskelspannung gestört ist. Normalerweise sorgt eine Balance zwischen erregenden und hemmenden Nervensignalen im ZNS für die richtige Muskelspannung. Bei einer Schädigung des ZNS funktionieren die hemmenden Signale jedoch nicht mehr richtig. Dadurch überwiegen die erregenden Signale, was zu einer anhaltenden Muskelanspannung führt. Die Behandlung von Spastik zielt darauf ab, diese Muskelspannung zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Dies kann durch physiotherapeutische Maßnahmen, Medikamente oder, in schweren Fällen, durch chirurgische Eingriffe erreicht werden.

Seit Mitte 2019 habe ich täglich Cannabidiol-Öl in Kapselform eingenommen, jeweils mittags und abends, mit einer Dosierung von 10 bis 50 Milligramm pro Kapsel. Ende Oktober 2024 bin ich auf 30%iges CBD-Öl umgestiegen und nehme pro Dosis vier bis fünf Tropfen. Ein Tropfen einer 10-Milliliter-Flasche mit 30%igem CBD-Öl enthält etwa 12 Milligramm CBD. Durch die regelmäßige Einnahme von CBD hat sich meine Fähigkeit, kontrollierte Bewegungen auszuführen, deutlich verbessert. Diese Erfahrung zeigt, dass CBD bei mir eine positive Wirkung auf die Reduzierung von Spastik hat und somit die Lebensqualität von Menschen mit ähnlichen Beeinträchtigungen steigern kann.

Nun möchte ich ausführlich auf Cannabidiol eingehen.

Cannabidiol wurde in Bayern und ganz Deutschland durch das Inkrafttreten des neuen Novel-Food-Katalogs der Europäischen Union im Januar 2019 legalisiert. Gemäß dieser Verordnung ist der Verkauf von CBD-Produkten erlaubt, sofern sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, insbesondere einem THC-Gehalt von weniger als 0,2 Prozent.

CBD ist eine von vielen chemischen Verbindungen, die in der Cannabis-Pflanze vorkommen. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC), dem psychoaktiven Hauptbestandteil von Cannabis, hat Cannabidiol keine berauschende Wirkung. Stattdessen wird CBD aufgrund seiner potenziellen therapeutischen Eigenschaften intensiv erforscht. CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System des Körpers, einem komplexen Netzwerk von Rezeptoren, die im gesamten Körper verteilt sind und eine Rolle bei der Regulierung verschiedener physiologischer Prozesse spielen, darunter Schmerzempfindung, Immunsystemreaktionen, Stimmung und Entzündungen.

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein komplexes Kommunikationssystem im Gehirn und Nervensystem von Säugetieren. Es ermöglicht die Interaktion von Cannabinoiden wie CBD mit dem Körper und reguliert wichtige Funktionen wie Schmerzempfinden, Stimmung, Appetit, Schlaf und Immunreaktionen. Die Erforschung des Endocannabinoid-Systems (ECS) nahm ihren Anfang, als der Wissenschaftler Raphael Mechoulam 1964 das Cannabinoid THC isolierte, was letztlich zur Entdeckung der Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 führte. CB1-Rezeptoren befinden sich hauptsächlich im Gehirn, während CB2-Rezeptoren im Immunsystem und in peripheren Organen vorkommen.

CBD bindet sich nicht direkt an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 im ECS, wie THC dies tut. Stattdessen wirkt es, indem es diese Rezeptoren und andere neurochemische Signalwege moduliert. Es besitzt entzündungshemmende, antioxidative und neuroprotektive Eigenschaften und kann auch die Wiederaufnahme von Neurotransmittern wie Serotonin hemmen, was zur Regulierung von Angstzuständen und Stimmung beitragen kann.

Cannabidiol kann auch bei Tieren, insbesondere bei Hunden und Katzen, zur Linderung von Symptomen wie Angst, chronischen Schmerzen, Entzündungen, Krampfanfällen und Appetitlosigkeit eingesetzt werden. Vor der Anwendung sollte jedoch immer ein Tierarzt konsultiert werden, um mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen und die richtige Dosierung festzulegen.

Die Herstellung von Cannabidiol erfolgt in einem sorgfältigen Prozess, der von der Kultivierung der Hanfpflanzen bis hin zur Aufbereitung des Endprodukts reicht. Der erste Schritt besteht in der Auswahl einer speziellen Hanfsorte, die einen hohen Gehalt an CBD und einen niedrigen THC-Gehalt aufweist. Diese Pflanzen werden unter kontrollierten Bedingungen angebaut, um sicherzustellen, dass sie frei von Pestiziden und Schadstoffen sind. Nach der Ernte, die in der Regel erfolgt, wenn die Blüten eine optimale Reife erreicht haben, werden die Pflanzen getrocknet, um den Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren und das Risiko von Schimmelbildung zu minimieren.

Die Extraktion von CBD aus den getrockneten Pflanzen ist der nächste entscheidende Schritt. Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, von denen die CO₂-Extraktion am häufigsten verwendet wird. Diese Methode nutzt unter Druck stehendes Kohlendioxid, um das CBD zu extrahieren, was als besonders sicher und effizient gilt. Alternativ kann auch Ethanol verwendet werden, um die Cannabinoide zu lösen, oder es wird ein Trägeröl wie Olivenöl erhitzt, um das CBD zu gewinnen. Nach der Extraktion wird das Rohöl gefiltert und gereinigt, häufig durch sogenannte Winterisierung, bei der unerwünschte Fette und Wachse entfernt werden.

Das gereinigte CBD-Extrakt wird anschließend zu verschiedenen Produkten weiterverarbeitet, wie beispielsweise Öle, Kapseln oder Cremes. Hierbei wird es oft mit Trägerölen wie MCT-Öl oder Hanfsamenöl vermischt, um die Aufnahme im Körper zu verbessern. Vor dem Verkauf werden die Produkte auf Reinheit und CBD-Gehalt getestet, um sicherzustellen, dass sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Schließlich erfolgt die Verpackung, oft in lichtgeschützten Flaschen, um die Qualität des CBD-Produkts zu bewahren, bevor es an Verbraucher oder Einzelhändler verteilt wird.

In Bezug auf die infantile Zerebralparese (ICP) und Spastik gibt es ein wachsendes Interesse an der Verwendung von Cannabidiol als potenzielles therapeutisches Mittel. Die infantile Zerebralparese ist eine neurologische Störung, die durch eine frühkindliche Hirnschädigung verursacht wird und sich in motorischen Beeinträchtigungen, Muskelspastik und anderen neurologischen Symptomen äußert. Spastik, ein Zustand, bei dem die Muskeln dauerhaft angespannt sind und unkontrollierte Muskelkontraktionen auftreten, ist ein häufiges Symptom bei ICP und kann zu erheblichen Einschränkungen in der Beweglichkeit und Lebensqualität führen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD einzunehmen, je nachdem, welche Form und Wirkung bevorzugt wird. Eine der gängigsten Methoden ist die orale Einnahme von CBD-Öl. Hierbei wird das Öl entweder direkt unter die Zunge getropft, wo es über die Schleimhäute schnell in den Blutkreislauf aufgenommen wird, oder es wird in Nahrung oder Getränke gemischt. Diese Methode ermöglicht eine schnelle und relativ effiziente Aufnahme des Wirkstoffs.

Eine weitere Option sind CBD-Kapseln oder -Tabletten, die geschluckt werden und über den Verdauungstrakt aufgenommen werden. Diese Form ist besonders praktisch, da sie eine genaue Dosierung ermöglicht und geschmacksneutral ist – was für Menschen, die den natürlichen Geschmack von CBD-Öl nicht mögen, vorteilhaft ist.

Für diejenigen, die eine äußerliche Anwendung bevorzugen, gibt es CBD-haltige Cremes, Salben oder Lotionen. Diese Produkte werden direkt auf die Haut aufgetragen und können gezielt auf schmerzende oder entzündete Stellen wirken. Sie sind besonders beliebt bei der Behandlung von Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie bei Hautproblemen.

Eine weitere Möglichkeit der Einnahme sind CBD-haltige Lebensmittel, auch als Edibles bekannt, wie zum Beispiel Gummibärchen, Schokolade oder Getränke. Diese Produkte bieten eine diskrete und angenehme Art der Einnahme, allerdings dauert es länger, bis die Wirkung eintritt, da das CBD erst durch den Verdauungstrakt verarbeitet werden muss.

Für eine schnelle Wirkung gibt es zudem CBD-Inhalate, bei denen das CBD über eine E-Zigarette oder einen Vaporizer inhaliert wird. Dies ermöglicht eine nahezu sofortige Aufnahme des Wirkstoffs über die Lungen, wodurch die Effekte schneller spürbar sind als bei anderen Einnahmeformen.

Es gibt auch CBD-Zäpfchen, die rektal oder vaginal angewendet werden und eine alternative Methode zur Einnahme von CBD bieten. Diese Form der Anwendung ist besonders vorteilhaft für Personen, die Schwierigkeiten mit der oralen Einnahme haben oder eine schnellere und effektivere Aufnahme des CBDs wünschen. CBD-Zäpfchen haben eine höhere Bioverfügbarkeit, da das CBD direkt in den Blutkreislauf aufgenommen wird und den Verdauungstrakt umgeht, wodurch der sogenannte First-Pass-Effekt in der Leber minimiert wird. Dies führt zu einer schnelleren und potenziell stärkeren Wirkung. Außerdem bieten CBD-Zäpfchen die Möglichkeit einer gezielten Anwendung, zum Beispiel bei Darmbeschwerden oder Menstruationsschmerzen, wo eine lokale Wirkung erwünscht ist. Für Menschen, die unter Übelkeit oder Magenproblemen leiden, können CBD-Zäpfchen eine schonendere Einnahmeform darstellen. Diese Zäpfchen sind in spezialisierten Geschäften und online erhältlich und werden oft in Dosierungen zwischen 50 Milligramm und 100 Milligramm Cannabidiol pro Zäpfchen angeboten.

CBD-Produkte sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich, die den Gehalt an Cannabidiol angeben und je nach Bedarf und Erfahrung des Anwenders variieren. Niedrige Konzentrationen, die zwischen 1% und 5% liegen oder etwa 100 Milligramm bis 500 Milligramm CBD pro Produkt enthalten, sind besonders für Anfänger geeignet oder für diejenigen, die nur eine milde Wirkung suchen. Diese Produkte sind ideal, um mit der Einnahme von CBD zu beginnen und die persönliche Verträglichkeit zu testen.

Mittlere Konzentrationen, die in einem Bereich von 5% bis 15% oder 500 Milligramm bis 1500 Milligramm liegen, sind weit verbreitet und werden häufig bei moderaten Beschwerden wie Stress, Angstzuständen oder chronischen Schmerzen eingesetzt. Diese Produkte bieten eine ausgewogene Wirkung und sind daher bei vielen Anwendern beliebt. Sie sind oft in Form von Ölen und Kapseln erhältlich.

Für Menschen, die eine stärkere Wirkung benötigen, gibt es CBD-Produkte mit hohen Konzentrationen von 15% bis 30% oder 1500 Milligramm bis 3000 Milligramm. Diese sind besonders nützlich bei intensiveren Schmerzen, schweren Schlafproblemen oder chronischen Erkrankungen. Aufgrund ihrer stärkeren Wirkung sind sie in der Regel teurer und eher für erfahrene Anwender gedacht.

Darüber hinaus gibt es auch sehr hochkonzentrierte CBD-Produkte mit über 30% oder mehr als 3000 Milligramm CBD. Diese sind seltener und werden oft für spezialisierte medizinische Anwendungen genutzt, bei denen eine sehr starke und gezielte Wirkung erforderlich ist. Diese Konzentrationen sind häufig in Konzentraten oder Pasten zu finden und erfordern eine sorgfältige Dosierung.

Neben diesen Konzentrationen existieren auch spezielle Produkte wie CBD-Isolate, die zu 99% reines CBD enthalten und in Pulverform angeboten werden. Diese ermöglichen eine präzise Dosierung und die Möglichkeit, das CBD individuell mit anderen Produkten zu mischen. Es gibt auch Vollspektrum- und Breitspektrum-Produkte, die neben CBD weitere Cannabinoide und Terpene enthalten, was die Wirkung je nach Gehalt dieser Substanzen beeinflussen kann.


CBD verursacht im Gegensatz zu THC keine klassische Toleranzentwicklung. Das bedeutet, dass der Körper sich an die Wirkung von CBD nicht in dem Maße gewöhnt, dass man immer höhere Dosen nehmen muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Es gibt sogar Hinweise auf eine sogenannte "umgekehrte Toleranz", bei der der Körper mit regelmäßigem Konsum möglicherweise weniger CBD benötigt, um dieselben Effekte zu erzielen.

Die Wahl der richtigen CBD-Konzentration hängt stark von den individuellen Bedürfnissen, der Art der Anwendung und der gewünschten Wirkung ab. Während Anfänger oft mit niedrigeren Konzentrationen beginnen und die Dosis nach Bedarf erhöhen, könnten erfahrene Anwender oder Menschen mit spezifischen gesundheitlichen Anforderungen höhere Konzentrationen bevorzugen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Die maximale empfohlene CBD-Dosis kann je nach individueller Toleranz und Bedürfnissen variieren. Es wird empfohlen, mit niedrigen Dosen zu beginnen (zum Beispiel 20 bis 50 Milligramm pro Tag) und diese bei Bedarf schrittweise zu erhöhen. Die empfohlene CBD-Dosis hängt oft vom Gewicht der Person ab. Im Allgemeinen wird eine Dosis von 1 bis 6 Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Wenn Sie beispielsweise 60 Kilogramm wiegen, läge die empfohlene Tagesdosis bei 60 bis 360 Milligramm CBD. Studien haben gezeigt, dass CBD gut verträglich ist, auch in höheren Dosen von bis zu 1.500 Milligramm pro Tag, jedoch sollte dies individuell angepasst und überwacht werden. Es ist ratsam, sich an die Dosierungsempfehlungen auf dem Produkt zu halten und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen, insbesondere bei der Einnahme anderer Medikamente.

Studien haben gezeigt, dass CBD möglicherweise dazu beitragen kann, die Spastik bei Patienten mit infantiler Zerebralparese (ICP) zu reduzieren. Diese Wirkung könnte durch die entspannenden Eigenschaften von Cannabidiol auf die Muskulatur sowie durch seine Fähigkeit erklärt werden, entzündliche Prozesse im zentralen Nervensystem zu modulieren. Einer der Mechanismen, durch die CBD wirkt, ist die Beeinflussung der Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Rezeptoren, die eine Schlüsselrolle bei der Muskelentspannung spielen. Indem es die Aktivität von GABA verstärkt, kann CBD helfen, Muskelspastik zu lindern.

Ein weiteres potenzielles Einsatzgebiet von CBD bei ICP ist die Schmerzlinderung. Viele Patienten mit ICP leiden unter chronischen Schmerzen, die durch Spastik und Muskelverspannungen verursacht werden. CBD kann durch seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften dazu beitragen, diese Schmerzen zu reduzieren. Darüber hinaus haben einige Studien darauf hingewiesen, dass CBD auch neuroprotektive Effekte haben könnte, indem es die Schädigung von Nervenzellen vermindert und das Fortschreiten neurologischer Schäden verlangsamt.

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse gibt es noch viele offene Fragen, und die Forschung in diesem Bereich befindet sich in einem frühen Stadium. Weitere klinische Untersuchungen sind notwendig, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit von CBD bei der Behandlung von ICP und Spastik zu bestätigen. Es ist auch wichtig zu betonen, dass CBD nicht als Ersatz für konventionelle Therapien angesehen werden sollte, sondern eher als Ergänzung zu einem umfassenden Behandlungsplan.

Die Anwendung von Cannabidiol bei Kindern ist ein besonders sensibles Thema. Während CBD in bestimmten Fällen, wie bei schweren Epilepsieformen wie dem Dravet- oder Lennox-Gastaut-Syndrom, in klinischen Studien zu positiven Ergebnissen geführt hat, sollte die Verwendung außerhalb dieser spezialisierten medizinischen Indikationen nur unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen. Das Nervensystem von Kindern befindet sich noch in der Entwicklung, und es besteht die Sorge, dass CBD möglicherweise langfristige Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung haben könnte. Zudem ist die Forschung zu den langfristigen Wirkungen und potenziellen Nebenwirkungen von CBD bei Kindern noch begrenzt.

Eltern, die in Erwägung ziehen, CBD zur Behandlung von Beschwerden wie Spastik, Angst, ADHS oder Schlafstörungen bei ihren Kindern einzusetzen, sollten dies nur nach Rücksprache mit einem Arzt tun. Der Arzt kann potenzielle Risiken und Vorteile abwägen und gegebenenfalls eine geeignete Dosierung festlegen. Wichtig ist auch, dass das verwendete CBD-Produkt von hoher Qualität und frei von Verunreinigungen ist.

Es gibt jedoch auch einige mögliche Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Cannabidiol auftreten können. Dazu gehören Müdigkeit oder Schläfrigkeit, die insbesondere bei höheren Dosierungen vorkommen und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen können, was im Straßenverkehr besondere Vorsicht erfordert. Appetitveränderungen sind ebenfalls nicht ungewöhnlich – einige Personen berichten von einem gesteigerten Appetit, während andere einen Verlust des Appetits verspüren. Zudem kann es zu Durchfall kommen, besonders bei höheren Dosierungen. Falls Sie eine Lebererkrankung haben, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren, bevor Sie Cannabidiol nehmen. Denn hohe CBD-Dosen können über einen längeren Zeitraum die Leberenzyme erhöhen, was auf mögliche Leberschäden hinweisen könnte. Daher ist es wichtig, bei hohen Dosierungen die Leberwerte regelmäßig überprüfen zu lassen.

Ein weiteres häufig berichtetes Phänomen ist ein trockener Mund, da CBD die Speichelproduktion verringern kann. Manche Menschen erleben nach der Einnahme von CBD auch Schwindel. Darüber hinaus kann Cannabidiol den Stoffwechsel beeinflussen, was möglicherweise zu Gewichtsveränderungen führt. Besonders wichtig ist die mögliche Wechselwirkung von CBD mit anderen Medikamenten, da es deren Wirkung verstärken oder abschwächen kann. Daher sollte vor der Einnahme von CBD immer ein Arzt konsultiert werden, insbesondere, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden. Diese Nebenwirkungen variieren von Person zu Person, und nicht jeder wird alle oder überhaupt welche erleben.

Ob die Krankenkassen die Kosten für Cannabidiol übernehmen, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter das Land, die Krankenkasse, die individuelle Situation des Patienten und die medizinische Indikation. In Deutschland ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für CBD-haltige Arzneimittel übernimmt. Dies setzt jedoch voraus, dass der Arzt eine schwerwiegende Erkrankung diagnostiziert hat und andere Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft oder nicht anwendbar sind. Vor der Kostenübernahme muss die Krankenkasse einen Antrag genehmigen, in dem der Arzt die Notwendigkeit der Therapie mit CBD begründet. Häufig wird die Kostenübernahme bei Erkrankungen wie Epilepsie, chronischen Schmerzen oder Spastik bei Multipler Sklerose gewährt. Bei weniger schwerwiegenden Beschwerden wird die Kostenübernahme jedoch oft abgelehnt.

Private Krankenkassen haben individuelle Regelungen und übernehmen die Kosten für CBD möglicherweise in mehr Fällen als gesetzliche Krankenkassen. Hier hängt die Kostenübernahme stark vom gewählten Tarif und den Vertragsbedingungen ab. In anderen Ländern können die Regelungen stark variieren. In einigen Ländern wird CBD als Nahrungsergänzungsmittel betrachtet und daher nicht von der Krankenkasse übernommen.

Nun möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen mit Cannabidiol berichten.

Wie ich bereits erwähnt habe, nehme ich seit Mitte 2019 täglich CBD ein. Zu Beginn startete ich mit einer Dosis von 5 bis 10 Milligramm. Nach einigen Monaten erhöhte ich auf 10 bis 20 Milligramm. Seit September 2024 nehme ich, abhängig von meiner Tagesform und der Intensität der Spastik, zwischen 50 und 250 Milligramm Cannabidiol pro Tag ein. Ich habe CBD-Produkte verschiedener Hersteller getestet, darunter Öle, Kapseln und Zäpfchen in unterschiedlichen Stärken und Preisklassen. Da ich nicht rauchen kann, greife ich hauptsächlich auf CBD-Kapseln und Öle zurück. Zwei Mal bestellte ich auch CBD-Zäpfchen, um sie zu testen. Diese Produkte muss ich jedoch (Stand November 2024) selbst bezahlen. In einer Packung sind meist 30 bis 60 Kapseln enthalten, und eine 50-Milligramm-Kapsel kostet im Internet etwa zwischen 1,50 und 3,33 Euro. Vier Tropfen eines 30-prozentigen CBD-Öls enthalten etwa 48 Milligramm Cannabidiol und kosten im Internet zwischen 45 und 80 Cent.

Der Preis war der Grund, warum ich Ende Oktober 2024 auf CBD-Öl umgestiegen bin. Da das Öl jedoch einen eigenartigen Geschmack hat, den ich nicht mochte, zog ich zunächst die teureren CBD-Ölkapseln vor. Aufgrund meiner erhöhten Dosierung wurden die Kapseln jedoch zu teuer. CBD-Öl hat einen charakteristischen, oft eigenartigen Geschmack, der durch seine natürlichen Inhaltsstoffe geprägt ist. Häufig wird es als erdig, grasig oder nussig beschrieben, was an den Terpenen, dem Chlorophyll und den Trägerölen liegt. Terpene sind aromatische Verbindungen, die unter anderem in Hanf vorkommen und dem Öl sein Aroma verleihen, das leicht bitter und erdig sein kann. Chlorophyll aus der Hanfpflanze kann nach der Extraktion im Öl verbleiben und einen pflanzlichen Geschmack beisteuern. Das verwendete Trägeröl, wie Hanfsamenöl, gibt dem CBD-Öl oft einen nussigen Unterton. Diese Geschmacksnuancen variieren je nach Qualität und Verarbeitung des Produkts, weshalb einige Öle intensiver schmecken als andere.

Auf vielen CBD-Ölen steht der Hinweis „nicht zum Verzehr geeignet“. Dafür gibt es mehrere Gründe, die oft mit rechtlichen und regulatorischen Vorschriften zusammenhängen. In vielen Ländern sind die Vorgaben für den Einsatz von CBD in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln streng, da CBD-Produkte oft noch nicht vollständig von den Gesundheitsbehörden für den oralen Konsum zugelassen sind. Hersteller kennzeichnen ihre Produkte daher vorsorglich mit diesem Hinweis, um rechtliche Probleme zu vermeiden.

Ein weiterer Grund könnte die Zusammensetzung des Produkts sein. Einige CBD-Öle enthalten Inhaltsstoffe, die für die äußerliche Anwendung sicher sind, aber beim Verzehr gesundheitsschädlich sein könnten. So werden manchmal Duftstoffe oder andere chemische Verbindungen beigefügt, die nicht für den oralen Gebrauch bestimmt sind. In solchen Fällen dient der Hinweis dazu, sicherzustellen, dass das Produkt ausschließlich auf der Haut oder für spezifische äußere Anwendungen verwendet wird.

Da mir die gekauften Cannabidiol-Öle nicht schmecken, habe ich Mitte November 2024 begonnen, mir selbst CBD-Öl herzustellen – mit hochwertigem Olivenöl und CBD-Kristallen. Ich kann sagen, dass das selbstgemachte CBD-Öl auf mich die gleiche Wirkung hat wie die teuren CBD-Kapseln. Der große Vorteil: Das selbsthergestellte Öl kostet nur einen Bruchteil der CBD-Öle, die man im Internet kaufen kann. Auf meinem YouTube-Kanal finden Sie eine detaillierte Anleitung, wie man mit CBD-Kristallen ganz einfach eigenes Cannabidiol-Öl herstellt.

Beim Kauf von CBD-Produkten ist es wichtig, darauf zu achten, dass nicht nur Hanföl ohne CBD-Gehalt verkauft wird. Auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung muss die CBD-Konzentration angegeben sein. Fehlt diese Information, enthält das Produkt wahrscheinlich kein CBD. Ich habe durch Unwissenheit diesbezüglich schon teure Fehler gemacht.

Der CBD-Gehalt wird auf der Verpackung von CBD-Produkten in der Regel in Milligramm (mg) pro Einheit angegeben, häufig bezogen auf die gesamte Packung oder die einzelnen Dosen. Zum Beispiel könnte ein Produkt 300 Milligramm CBD pro Flasche oder 10 Milligramm CBD pro Tropfen aufweisen.

Zusätzlich kann der Gehalt auch als Prozentsatz dargestellt werden, der angibt, wie viel Prozent des Gesamtvolumens oder des Gesamtgewichts des Produkts aus CBD besteht. Dies ist besonders bei Ölen und Tinkturen üblich. Beispielsweise könnte ein CBD-Öl mit 5 % CBD einen Gehalt von 500 Milligramm CBD pro 10 ml Flasche aufweisen.

Manche Hersteller ergänzen auf der Verpackung Informationen über die Art des CBD, wie zum Beispiel Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat, was zusätzliche Hinweise auf die Inhaltsstoffe und deren Wirkung geben kann.

Bevor ich CBD ausprobierte, nahm ich Baclofen gegen meine Spastik ein. Baclofen ist ein Muskelrelaxans, das auf das zentrale Nervensystem wirkt und hauptsächlich zur Behandlung von Spastik eingesetzt wird. Es hilft, die Muskelspannung zu verringern, verbessert die Beweglichkeit, reduziert Schmerzen und verringert das Risiko von Muskelkontrakturen. Baclofen kann entweder in Tablettenform eingenommen oder über eine Pumpe direkt in den Rückenmarkskanal verabreicht werden. Diese intrathekale Baclofen-Therapie wird in schweren Fällen eingesetzt, um eine kontinuierliche Dosierung zu gewährleisten. Wie bei jedem Medikament kann auch Baclofen Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Krampfanfälle, Verwirrtheit, Halluzinationen, Sehstörungen und Blasenentleerungsstörungen. Zudem können erhöhte Leberenzymwerte auftreten, die auf eine Belastung der Leber hindeuten. In seltenen Fällen kann es zu einer Atemdepression kommen, die lebensbedrohlich sein kann.

Baclofen hat im Vergleich zu Cannabidiol in der Regel schwerwiegendere Nebenwirkungen. Bevor CBD legal wurde, nahm ich täglich 35 Milligramm Baclofen (15 Milligramm mittags, 10 Milligramm abends und 10 Milligramm nachts), um meine Muskeln zu entspannen. Im Vergleich dazu entspannt eine Dosis von 20 Milligramm CBD meine Muskeln deutlich besser als 15 Milligramm Baclofen.

Die Wirkung vom CBD Öl tritt langsam ein. Etwa 30 Minuten nach der Einnahme spüre ich eine leichte Veränderung meiner Muskelspannung. Nach 60 Minuten sind meine Muskeln spürbar lockerer, und nach 120 Minuten entfaltet sich die volle Wirkung. 20 Milligramm CBD entspannen meine Muskeln für etwa fünf bis acht Stunden. Auch das Nachlassen der Wirkung geschieht allmählich. Wenn ich den entspannten Zustand beibehalten möchte, nehme ich nach etwa fünf Stunden eine weitere Cannabidioldosis ein.

Ich habe festgestellt, dass die Wirkung von CBD durch die Einnahme von Hopfen verstärkt wird. Daher nehme ich zu jeder CBD Dosis zusätzlich 300 Milligramm Hopfenextrakt in Form einer Kapsel ein.

Cannabidiol empfinde ich als sehr angenehm. In den ersten Tagen machte mich das CBD etwas träge, doch nach etwa einer Woche hatte ich mich an den entspannten Zustand gewöhnt. Heute kann ich meine täglichen Aufgaben problemlos erledigen und mich voll auf meine Tätigkeiten konzentrieren. Diesen Vortrag habe ich über mehrere Wochen hinweg unter dem Einfluss von 20 bis 150 Milligramm CBD verfasst und daraus dieses Video erstellt. Wenn ich 25 Milligramm CBD einnehme, fühlt es sich für mich an wie nach dem Genuss einer halben Flasche Bier. Je mehr CBD ich einnehme, desto stärker ist dieser Effekt. Die Wirkung von 75 Milligramm CBD ist für mich etwa vergleichbar mit dem Trinken von einem Liter Bier. Trotzdem bleibt mein Kopf klar, und ich kann meine Arbeiten am Computer problemlos erledigen. Ich komme mit Cannabidiol gut zurecht.

Unter der Wirkung von CBD kann ich meinen rechten Arm und meine rechte Hand gezielter bewegen, was meine Arbeit am PC erleichtert. Auch das Fahren meines Elektrorollstuhls wird einfacher, und meine Assistenzkräfte berichten, dass meine Muskulatur deutlich entspannter ist, was ihnen die Pflege erleichtert. Zudem kann ich mit einer höheren CBD-Dosis schneller einschlafen und habe einen tieferen, erholsameren Schlaf.

Ich habe bemerkt, dass ich mir unter dem Einfluss von Cannabidiol nicht mehr so gut Dinge merken kann. Früher hatte ich ein sehr gutes Gedächtnis, aber seit der Einnahme von CBD fällt es mir schwerer, Informationen ohne Notizen im Kopf zu behalten. Allerdings könnte dies auch mit meinem Alter zusammenhängen und weniger mit dem CBD selbst. Andere Nebenwirkungen sind mir bisher nicht aufgefallen.

Ich habe beobachtet, dass Cannabidiol meine Ataxie erst ab einer bestimmten Dosis abschwächt. Die Ataxie verursacht bei mir unkontrollierte, kreisende Bewegungen, die auch als 'zielunsichere' Bewegungen bezeichnet werden. Diese Bewegungen entstehen durch die gestörte Koordination im Kleinhirn, das normalerweise für präzise und gezielte Bewegungen verantwortlich ist.

Eine weitere Beobachtung ist, dass CBD bei mir in Stresssituationen weniger wirksam gegen Spastik ist. In solchen Momenten bleibt der Muskeltonus erhöht, und das Cannabidiol kann die Spastik nicht so gut lindern.

Vielleicht fragen Sie sich, warum ich kein THC konsumiere. Tatsächlich habe ich schon Kekse mit THC probiert, aber der sagenumwogende Effekt war kaum spürbar. Einmal nahm ich abends medizinisches THC als Spray, was jedoch am nächsten Tag starke Übelkeit und Konzentrationsprobleme auslöste. Da THC das Gehirn vernebelt, ist es für mich ungeeignet. In meinem Alltag brauche ich immer einen klaren Kopf, um meine Assistenzkräfte richtig anleiten zu können und in unvorhergesehenen Situationen schnell zu reagieren.

Bevor ich muskelentspannende Substanzen wie CBD entdeckte, griff ich gelegentlich zu Alkohol, wenn ich mich entspannen wollte. Ein Bier, ein Glas Wein oder ein Schnaps reichte, um mich für zwei bis drei Stunden zu lockern. Dadurch konnte ich zum Beispiel besser meinen Elektrorollstuhl steuern, da ich mit Alkohol meinen Körper leichter kontrollieren konnte. Allerdings möchte ich betonen, dass Alkoholkonsum, besonders in Kombination mit Medikamenten, nicht ratsam ist. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum ohne Medikamente schadet dem Körper.

Alkoholverzehr kann langfristig das Risiko für Leberzirrhose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, psychische Störungen und Abhängigkeit erhöhen.

Seitdem ich höhere CBD-Dosen nehme, ist mir aufgefallen, dass ich mich, wenn ich zwischen 75 Milligramm CBD und einem Starkbier wählen dürfte, für das Cannabidiol entscheiden würde. Ich habe bemerkt, dass CBD meine Muskeln viel besser entspannt als Alkohol und das Gefühl dabei deutlich angenehmer ist.

Ich rate dringend davon ab, CBD und Alkohol gleichzeitig zu konsumieren. Das kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Als ich einmal 20 Milligramm CBD mit einer größeren Menge Alkohol kombinierte, wurde mir sehr schlecht. In anderen Fällen führte der Konsum von Cannabidiol nach Alkohol zu einem Gefühl von Nadelstichen im Gesicht und kalten Schweißausbrüchen, was etwa 30 Minuten anhielt. Beim ersten Mal war ich sehr beunruhigt, weil ich nicht wusste, was los war. Diese unangenehmen Erfahrungen haben mich dazu gebracht, CBD und Alkoholkonsum strikt zu trennen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Cannabidiol mir den Alltag erheblich erleichtert. Es hilft mir, mich kontrollierter zu bewegen und meine rechte Hand gezielter einzusetzen. Mein gesamter Körper ist entspannter, was es meinen Assistenzkräften leichter macht, mich zu pflegen. CBD ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden, und ich möchte es nicht mehr missen, da es mir hilft, meine infantile Zerebralparese besser zu bewältigen.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Substanzen wie CBD. Ich hoffe, dass meine Erfahrungen Ihnen einen Einblick in die Möglichkeiten geben, die Cannabidiol für Menschen mit Spastik bieten kann.

Abschließend möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass ich hier sein durfte, um meine Erfahrungen zu teilen. Ein besonderer Dank gilt meiner Assistenzkraft, denn ohne ihre Unterstützung hätte ich diesen Vortrag nicht halten können. Vielen Dank!

Falls Sie Fragen haben, beantworte ich diese gerne. Meine E-Mail-Adresse lautet: berndthill@gmail.com.


Hinweis!
Du machst dies auf eigene Verantwortung, ich hafte nicht für folge Schäden!
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